1997 wollte ich eigentlich einen Ate-
lierwagen ausbauen, der sich allerdings
zur Kapelle hinentwickelte. Der Einbau
eines runden Holzsprossenfensters gab
Anlass dazu. Nicht nur das äußere,
auch das innere gestaltete sich in die-
sem Sinne. Drei Jahre intensiver Arbeit
vergingen bis zur Fertigstellung. Für den
abmontierbaren Glockenturm fand sich
auch eine passende Glocke. In der gol-
denen Kugel der Turmspitze liegt versie-
gelt eine eigens geschriebene Segnung.
Die Kapelle enthält zwar überwiegend
christliche Einrichtungsgegenstände,
vertritt aber keine Religionszugehörigkeit,
kein festgelegtes Glaubensbekenntnis.
Sie darf ein Ort der Besinnung,
des Friedens, der Kraft und auch der
Kritik sein. Fanatische Strukturen und
religiöse Dogmen werden weder unter-
stützt, noch verurteilt. Jeder Besucher
mag seine Glaubensansichten auf sei-
ne Weise beleuchten.